Urlaub im Ferienhaus wird immer beliebter: Profitieren Sie von diesem Trend

Immer mehr Menschen setzen bei ihrer Urlaubsplanung auf eine Ferienwohnung oder ein Ferienhaus als Alternative zum Hotel: Das ergab die zu Jahresbeginn durchgeführte 8. Deutsche Ferienhaus-Urlaubsanalyse von HomeAway FeWo-direkt. Der Anteil der Menschen, die sich 2011 erstmals für ein Ferienhaus entschieden haben, lag demnach bei 12,6 Prozent. Für Vermieter erschließt sich damit eine große Zahl potenzieller Neukunden, die auch in Zukunft Flexibilität und Privatsphäre suchen und in Ruhe die schönste Zeit des Jahres mit ihrer Familie, dem Partner oder Freunden verbringen wollen – abseits des Pauschaltourismus. Lesen Sie, wie sich dieser und andere Trends aus der Umfrage auf künftige Buchungen auswirken und welche Objekte besonders gefragt sind.

Am Urlaub wird nicht gespart

Die aktuelle Befragung zeigt, dass die Mieter entgegen dem Trend der vergangenen Jahre in den Ferien wieder mehr Geld ausgeben. 504 Euro zahlte eine vierköpfige Familie 2011 im Schnitt für ihren gesamten Ferienhausaufenthalt pro Person und Woche. Das macht ein Plus von über 12 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Paare investierten mit durchschnittlich 842 Euro pro Person und Woche ebenfalls rund 10 Prozent mehr als 2010 in ihren Urlaub. Auch die Durchschnittsmieten für ein Objekt lagen 2011 mit gut 735 Euro pro Woche um 9,5 Prozent über den Ergebnissen vom Vorjahr. "Diese Zahlen bestätigen die im Vorjahr bereits vermutete Trendwende in der Zahlungsbereitschaft", erklärt Tobias Wann, Senior Regional Director Central Europe bei HomeAway.

"Die Ergebnisse machen außerdem deutlich, dass die Ferienhausurlauber kaum von äußeren wirtschaftlichen Negativeinflüssen betroffen sind. Das ist auch der Grund für die höhere Preisbereitschaft der Kunden", erläutert Wann weiter. Von den über 6.600 Befragten gaben mehr als 80 Prozent an, dass sich ihre wirtschaftliche Lage innerhalb der letzten zwölf Monate nicht verändert habe und sich deshalb auch keine Änderungen für die Reisepläne in diesem Jahr ergäben. Zudem steigt der Anteil der Besserverdienenden unter den Ferienhausbuchern, die mit einem größeren Budget ihren Urlaub planen. Verfügten zum Beispiel im Jahr 2006 nur 14,4 Prozent der Haushalte über eine Nettoeinkommen von mehr als 4.000 Euro, waren es im vergangenen Jahr bereits 21,6 Prozent.

Beachte: Vielen Ferienhausurlaubern steht nicht nur ein größeres Budget zur Verfügung, auch ihre Ansprüche steigen: Eine neuwertige, moderne Einrichtung, eine funktionelle Ausstattung, eine ruhige und dennoch zentrale Lage sowie kleine Aufmerksamkeiten wie Wanderkarten, Sekt zur Begrüßung oder bereitgestelltes Brennholz neben dem Kamin kommen beim Großteil der Mieter laut Urlaubsanalyse besonders gut an. Daher ist es ratsam, Einrichtung, Ausstattung und Serviceleistungen ständig zu prüfen und nach Bedarf anzupassen. Denn zufriedene Gäste, die sich im Feriendomizil wie zuhause fühlen, buchen gerne auch im Folgejahr. Die aktuelle Analyse bestätigt, dass bereits im Januar 2012 über 40 Prozent der Befragten konkrete Pläne zu einem Ferienhausurlaub im laufenden Jahr hatten.

Länger verreisen ist Trumpf Eine Trendwende ist die Lust der Urlauber an längeren Reisen. Waren die Zahlen 2010 hier eher rückläufig, so buchten 2011 rund 15 Prozent mehr Menschen einen Ferienhausaufenthalt von drei Wochen oder mehr. Im Durchschnitt verbrachten die Mieter rund 11,9 Tage in ihrem Traumferienhaus, zum Beispiel an der Nord- oder Ostsee, in Spanien, Italien oder in den Bergen.

"Vor allem für Familien mit vier oder mehr Personen lohnt sich die Anmietung einer Ferienimmobilie richtig", beschreibt HomeAway-Experte Tobias Wann den Grund für diese Entwicklung. Die aktuelle Ferienhaus-Urlaubsanalyse hat ergeben, dass zwei Personen für die Miete pro Person und Woche in der Hauptsaison im Schnitt 300 Euro zahlen. Zu viert reduziert sich der Preis für ein Ferienhaus bereits auf durchschnittlich 191 Euro pro Person und Woche. Das ist vor allem im Vergleich zu längeren Hotelaufenthalten ein maßgeblicher Vorteil. Zudem ist die Ersparnis bei mehreren Reisenden ein guter Grund, das gesparte Geld in einen längeren Urlaub zu investieren, insbesondere, wenn die Großfamilie in den Urlaub fährt, mehrere Generationen die Reise planen oder gar mehrere Familien sich ein Domizil teilen.

Beachte: Vor allem Vermieter mit großer Wohnfläche sollten künftig ihr Augenmerk auf Gäste legen, die als Gruppe oder größere Familie verreisen. Die Umfrage ergab einen Nachfrageanstieg bei Immobilien mit mehr als 80 Quadratmetern. Fast 20 Prozent der Befragten buchten 2011 sogar ein Ferienhaus oder eine Ferienwohnung mit mehr als 100 Quadratmetern. Auch der Anteil derjenigen, die im vergangenen Jahr eine Immobilie mit drei Schlafzimmern buchten, ging leicht um 1,7 Prozentpunkte auf 22,1 Prozent nach oben. Und wer seine Auslastung zusätzlich steigern will, sollte über ein Angebot für Langzeiturlauber nachdenken und beispielsweise ab der dritten Woche einen Sparpreis oder Leistungen wie die kostenlose Nutzung der Waschmaschine anbieten. So lassen sich auch sehr große Objekte für einen längeren Zeitraum besser vermieten.

Ferienwohnungen bei Städte- und Geschäftsreisen beliebt

Ungebrochen scheint der Trend, für die Städte- oder die nächste Geschäftsreise eine Ferienwohnung zu buchen. So gaben über 28 Prozent der für die Urlaubsanalyse befragten Personen an, schon mal für einen City-Trip eine Ferienwohnung gebucht zu haben. Bei den Geschäftsreisenden gaben 8 Prozent der Befragten an, eine Ferienwohnung für ihren Job genutzt zu haben.

"Hier punkten vor allem die Objekte, die eine gute Infrastruktur bieten und gleichzeitig eine individuelle und gute Ausstattung haben", weiß Wann. Laut Umfrage sagten 16,8 Prozent, auch in Zukunft auf eine Ferienwohnung als Alternative zum Hotel zurückgreifen zu wollen. Ein Vorteil ist sicherlich unter anderem das Preis-Leistungs-Verhältnis etwa in großen Metropolen wie Berlin, Paris oder Rom. Zudem verfügen die Reisenden in einer Ferienwohnung in der Regel über mehr Platz als in einem Hotelzimmer.

Beachte: Wer also vor allem Geschäftsleute ansprechen will, sollte seine Immobilie entsprechend der besonderen Bedürfnisse dieser Gäste gestalten: Hierzu gehört zum Beispiel ein ggf. kostenloser Internetzugang, ein mit Mineralwasser und Saft gefüllter Kühlschrank oder frisches Obst. Auch Stadt- und Netzpläne der öffentlichen Verkehrsmittel, die Nummern von Taxi-Diensten und auch eine Übersicht zu Restaurants in der Nähe der Ferienwohnung sind immer gerne willkommen.

Alle Tipps auf einen Blick

1. Viele Urlauber haben mehr Budget und sind bereit, höhere Mietpreise zu zahlen. Dafür müssen aber Lage, Ausstattung und Service des Ferienhauses überzeugen. Überprüfen Sie deshalb regelmäßig Einrichtung sowie Elektrogeräte und tauschen Sie diese rechtzeitig aus. Passen Sie zudem ihren Service den Wünschen der Mieter an.

2. Es zeichnet sich wieder ein Trend zu längeren Reisen ab. Viele Familien bevorzugen bei ihrer Wahl eine größere Wohnfläche mit Platz für mehrere Personen. Bieten Sie dieser Zielgruppe günstigere Wochentarife bei langen Buchungszeiträumen und kostenlose Services an, um Ihr Objekt bestmöglich auszulasten.

3. Ferienwohnungen in Städten sind für Geschäftsleute eine interessante Alternative. Sie schätzen das größere Platzangebot in zentraler Lage und das im Vergleich zum Hotel oft günstigere Preis-Leistungs-Verhältnis vor allem in Metropolen. Passen Sie Ausstattung und Service entsprechend an: Internet, Getränke, frisches Obst und Infos zur Stadt sind für gestresste Business-Gäste wichtig.
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